Depot analysieren

Basis erfolgreicher Anlageentscheidungen

Autor Deka Private Banking
zuletzt aktualisiert am 19. August 2019
Lesezeit 4 Minuten

Jedes Depot beinhaltet die Wertpapierhistorie seines Inhabers, man kann daraus auf Anlageziele und Risikoneigung schließen. Es erzählt eine Geschichte. Eine professionelle Depotanalyse hat das Ziel, diese Geschichte, Ihr liquides Vermögen, zu verstehen, dieses für Sie transparent aufzuarbeiten, mit Ihren persönlichen Zielen abzugleichen und Optimierungsmöglichkeiten zu erarbeiten und Ihnen diese aufzuzeigen.

Interessant für Sie, wenn ...

  • Sie Ihr liquides Vermögen in einer konsolidierten Gesamtschau sehen möchten
  • Sie das Rendite-/Risikoprofil Ihres liquiden Vermögens kennen möchten
  • Sie Ihr liquides Vermögen in Hinblick auf Ihre persönlichen Rahmenbedingungen und Ziele optimieren möchten

Depot analysieren

Sie sind als vermögender Kunde in Aktien oder Investmentfonds investiert? Dann gehören Sie zu einer Minderheit von nur 9% der Deutschen. Ihre Anlageentscheidungen zeigen, dass Sie sich eingehend mit den Anforderungen einer zukunftsfähigen Geldanlage auseinander gesetzt haben. Ihnen ist die Notwendigkeit von Kapitalmarktanlagen zur Erreichung einer auskömmlichen Rendite bewusst. Das ist gut so. Doch welche Strategie steckt hinter Ihren Anlagen? Passt diese zu Ihren Zielen?

Ihr Mehrwert durch eine Depotanalyse

Die Transparenz über die Struktur Ihres liquiden Vermögens und darüber, ob das Resultat geeignet ist, Ihre individuellen Ziele zu erreichen, ist eine komplexe und arbeitsintensive Aufgabe. Der Grund dafür ist, dass umfangreiche Vermögen oft über verschiedene Depots mit möglicherweise jeweils unterschiedlichen Zielvorgaben und Anlageklassenstrukturen verteilt werden. Die konsolidierte Gesamtbetrachtung aller Depotwerte, inklusive der Aufgliederung nach Anlageklassen, Subsegmenten, Ländern, Währungen und Branchen gehört dabei zum selbstverständlichen Standardumfang einer professionellen Depotanalyse. Jede einzelne Position wird betrachtet. Die Analyse von Investmentfonds erfolgt dabei zudem nach dem Durchschauprinzip, d.h. auf Grundlage der einzelnen Bestandteile, der Zielinvestments der Fonds. Ein entscheidender Vorteil, der nur durch den Einsatz hochspezialisierter Tools und Datenbanken möglich ist. Für Sie besonders wichtig ist das obligatorische Rendite-/ Risikoprofil, welches den Abschluss jeder Depotanalyse bildet. Dadurch wird für Sie auf einen Blick ersichtlich, ob Ihr aggregiertes liquides Vermögen, transparent aufbereitet, mit Ihren persönlichen Zielen und individuellen Restriktionen im Einklang steht. Stellt es sich auf Grund der Höhe des Aktienanteils als sinnvoll dar ist es zudem möglich, die Entwicklung der Anlageklassenstruktur Ihres liquiden Vermögens in verschiedenen realen historischen Kapitalmarktszenarien aufzuzeigen. Sie erhalten Klarheit über Ihr liquides Vermögen. Diese ist für Sie unabdingbar, um als Ausgangsposition Ihrer Betrachtungen zielgerichtete Anlageentscheidungen zu treffen. Ansonsten laufen Sie potenziell stets Gefahr, entgegengesetzt zu Ihren eigenen Zielen zu handeln. Eine professionelle Depotanalyse bietet daher den entscheidenden Mehrwert für Sie als Anleger.

Optimiert auf Ihre Ziele

Weicht der somit transparent ermittelte Status Quo Ihres liquiden Vermögens von Ihrem persönlichen Renditeziel oder Ihrem individuellen Risikobudget ab, können strategische Optimierungsansätze für eine zukunftsorientierte Aufstellung Ihres liquiden Vermögens dargestellt werden. Dies erfolgt zunächst produktunabhängig in Form von vorgeschlagenen Änderungen z.B. in der Anlageklassenstruktur. Die Gewichtung bestimmter Anlageklassen sollte beispielsweise gesenkt, die anderer Anlageklassen erhöht oder es sollte darüber hinaus überlegt werden, zusätzliche Anlageklassen aufzunehmen, um eine stärkere Diversifikation Ihres liquiden Vermögens zu erreichen. Strategiekonforme Vorschläge mit der Einbindung von Anlagekonzepten zur konkreten Umsetzung dieser Optimierungsergebnisse runden den Umfang der sinnvollen Kombination einer professionellen Depotanalyse mit einer darauf aufbauenden Depotoptimierung im Sinne eines rationalen Anlageprozesses ab. Ihr Private Banking-Berater der Sparkasse unterstützt Sie gerne in allen Fragen einer Depotanalyse- und Optimierung.

Apropos Rationalität

Bei Anlageentscheidungen kommen oft Emotionen ins Spiel, die nicht rational erklärbar sind und durch deren Vermeidung sich Ihnen oftmals höhere Renditechancen bieten würden. Emotionen sind stark und sie sind nur allzu menschlich. Möglicherweise haben Sie schon einmal von Harry M. Markowitz gehört, der 1990 für seine Portfoliotheorie  den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen bekam. Seine Portfoliotheorie ist seitdem und nach wie vor die weltweit am meisten angewandte Investmentstrategie, unangefochtener Branchenstandard. Auch die Depotoptimierung, die Sie über Ihren Private Banking Berater der Sparkasse ausarbeiten lassen können, basiert auf der Portfoliotheorie von Markowitz. Sie besagt vereinfacht, dass je nach persönlichem Renditeziel eine bestimmte, nach einer mathematisch-statistischen Formel ermittelte, Streuung des Portfolios über verschiedene Anlageklassen zu einem geringstmöglichen Risiko führt. Und umgekehrt, wie ausgehend von einem bestimmten Risiko die daraus höchstmögliche Rendite erzielt werden kann. Es geht um das optimale Verhältnis von Chancen zu Risiken. Markowitz war ganz sicher ein rationaler Wissenschaftler. Doch selbst er gestand einmal, privat gar kein Markowitz-Portfolio besitzen! Seine privaten Wertpapieranlagen teilte der hochdekorierte Wissenschaftler ganz unwissenschaftlich und naiv je zur Hälfte in Aktien und Renten auf. Als Grund führte er an, er wolle seine zukünftigen möglichen Sorgen minimieren. Psychologie statt Rationalität: Emotionen. Vielleicht kommt Ihnen das auch bekannt vor.

Es ist also wichtig, sein liquides Vermögen einmal neutral und rational analysieren zu lassen. Zum einen, um typische Fehler zu vermeiden, für die die Wissenschaft der Behavioral Finance  Erklärungsansätze liefert. Die Aufteilung seines privaten Portfolios hälftig in Aktien und Renten, wie es Markowitz für sich selbst ganz pauschal entschieden hat, fällt unter diesen Punkt. Zum anderen sind Depots oft „historisch gewachsen“. Möglicherweise haben Sie ihr liquides Vermögen auch über mehrere Depots und Bankverbindungen verteilt angelegt. Vieleicht aus durchaus nachvollziehbaren sozio-strategischen Gründen, die jedoch nichts mit dem eigentlichen Ziel Ihrer Geldanlage zu tun haben. Hier stellt sich die für Sie bedeutende Frage, ob Ihr liquides Vermögen in einer Gesamtsicht überhaupt (noch) im Einklang mit Ihrem persönlichen Renditeziel und Ihrem individuellen Risikobudget, steht.

Ihr liquides Vermögen und die Versuchungen bei der Anlage

Aus langjähriger Erfahrung in der Analyse vieler und unterschiedlichster Depotstrukturen ergeben sich Erkenntnisse, deren Beachtung einen eindeutigen Mehrwert für Sie darstellen kann. Vermeiden Sie die folgenden verhaltenstheoretischen Fallstricke, können Sie tendenziell die Rendite Ihres liquiden Vermögens steigern und Risiken vermindern. Es ist alles Psychologie.

Heimatliebe

Anleger, die nur in Kapitalmarktprodukte heimischer Unternehmen oder Schuldner investieren, vernachlässigen die Diversifikation ihrer Geldanlage. Dieses psychologische Phänomen wird in der Ökonomie „Home Bias“ genannt. Auf das liquide Vermögen bezogen wirkt diese Verhaltensweise risikotreibend, da sich lokale Krisen oder Schieflagen einzelner Unternehmen stärker auf das eigene liquide Vermögen auswirken können. Wer z.B. ausschließlich auf deutsche Aktien setzt, verzichtet im Vergleich zu einem international diversifizierten Portfolio tendenziell auf die Chance einer höheren Rendite. Auch eine Verteilung des Anlagebetrages auf mehrere Kapitalmarktprodukte mit gleichem regionalen Fokus muss nicht zwangsläufig zu einer Reduktion der Risiken führen, wenn z.B. die deutschen Aktienfonds der Fondsgesellschaften A und B ähnlich aufgestellt sind. Zur Vermeidung der Implikationen des Home Bias steht Ihnen Ihr Private Banking-Berater der Sparkasse gerne zur Verfügung.

Lieblingswerte

Ein dem Home Bias ähnliches Phänomen ist die Präferenz für Stock Picking. Dabei setzen Anleger ganz gezielt auf einige, wenige Werte, oftmals noch dazu aus der gleichen Branche. Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Persönliche Affinitäten (z.B. Autos als Hobby) zählen ebenso dazu wie der Arbeitgeber oder das DAX-Unternehmen in der eigenen Region. Dies führt in vielen Fällen zu einem deutlichen Klumpenrisiko im Depot welches sich durchaus darin äußern kann, dass die Wertentwicklung des gesamten liquiden Vermögens von der Kursentwicklung von lediglich ein oder zwei Aktienwerten abhängt. Doch auch wenn Ihnen als Anleger dieses Risiko bewusst zu sein scheint, können unangenehme Überraschungen lauern. Haben Sie z.B. noch eine einzeltitelbasierte Vermögensverwaltung oder eine aktive Depotbetreuung abgeschlossen, können sich diese Aktien auch darin wiederfinden. Zudem können sich noch Anteile an diesen Aktien in von Ihnen gehaltenen Investmentfonds befinden. Ihre tatsächliche Position in Ihren Lieblingswerten kann also durchaus höher sein als von Ihnen erwartet. Abhilfe bringt die Schaffung von Transparenz über Ihr gesamtes liquides Vermögen. Der Private Banking-Berater Ihrer Sparkasse unterstützt Sie dabei.

Blindes Vertrauen

Hinterfragen Sie passive Indexfonds. Oder anders: Informieren Sie sich auch bei einem vermeintlichen Standardprodukt über dessen Zusammensetzung. Oftmals weisen in Indices einzelne Branchen Gewichtungen auf, die man gegebenenfalls zunächst nicht in dieser Höhe erwartet. Beispielsweise sind im Eurostoxx50 Finanzwerte mit etwa 20% gewichtet. Unter diesen Werten findet sich auch mehrere Banken, die Analysten als stark angeschlagen einstufen. Bei passiven Indexfonds findet keine Steuerung durch einen Manager statt. Ein Anleger, dem dieser Umstand bewusst ist, handelt auf der Grundlage von Transparenz. Wer dagegen blind auf passive Indexfonds setzt läuft Gefahr, ungewollte Risiken einzugehen. Ihr Private Banking-Berater der Sparkasse unterstützt Sie bei der Auswahl von Anlagekonzepten, die im Einklang mit der gewünschten Struktur Ihres liquiden Vermögens stehen.

Verzettelung

Neben Ihrem Depot bei der Sparkasse unterhalten Sie als vermögender Anleger vielleicht noch weitere Depots bei unterschiedlichen Kreditinstituten. Das bedeutet zu jedem Jahresende pro Depot einen Depotauszug. Nervt Sie das nicht auch und wie detailliert schauen Sie sich diese Auszüge an? Und seien Sie ehrlich: Ist das der Weg, um ein transparentes Bild über Ihr gesamtes liquides Vermögen zu erhalten? Aktien und Rentenwerte könnten Sie über die Depots hinweg mit viel Aufwand noch selbst nach Ländern, Währungen und Branchen aggregieren. Aber was ist, sobald es um Fonds geht? Ist eine konsolidierte Betrachtung überhaupt möglich? Durch die Verteilung Ihrer Wertpapieranlagen über mehrere Depots entsteht Intransparenz. Als erfolgreicher Anleger müssen Sie jedoch zwingend Transparenz über Ihr liquides Vermögen in der Ausgangssituation haben. Ihr Private Banking-Berater der Sparkasse hilft Ihnen gerne weiter.

Zitat

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Freund, weil Du die Augen offen hast, glaubst Du, Du siehst. Egmont (1788)

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Deutscher Dichter

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Private Banking-Berater der Sparkassen berichten von Ihren Erfahrungen mit unseren Depotanalysen

Andre Rabsch, Private Banking, Sparkasse Bielefeld 22. August 2019
Erst durch das Zusammenführen der verschiedenen Depots wurde dem Kunden bewusst, dass seine Aktienquote etwa zwei Drittel beträgt. Auch war ihm nicht klar, dass die Gewichtung der Aktienanlagen über die Regionen und Branchen recht gut diversifiziert ist.
Marcel Scherer, Private Banking, Sparkasse Rhein Neckar Nord 22. August 2019
Der Kunde hat mir gespiegelt, bisher bei keinem Mitbewerber eine solche Dienstleitung erhalten zu haben.

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