Erfolgsfaktoren kennen

Mit strukturierten Prozessen zum risikooptimierten Portfolio

Autor DekaBank
zuletzt aktualisiert am 19. August 2019
Lesezeit 3 Minuten

Indem Private Banking-Kunden auf Investitionsansätze institutioneller Kunden setzen, können sie sich Chancen hinsichtlich der erwarteten Rendite ihres Portfolios bei gleichzeitiger Reduzierung der Schwankungsanfälligkeit eröffnen. Basis dafür sind klare Kommunikation und Definition der kundenindividuellen Ziele und Rahmenbedingungen zwischen Kunde und Berater.

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Erfolgsfaktoren kennen

Darauf aufbauend lassen sich wissenschaftlich fundiert Portfolios mit optimierten Rendite-/Risikoprofilen erstellen sowie Anlageentscheidungen an spezialisierte Manager delegieren. Hinter all dem steht ein klar strukturierter Prozess.

Spätestens seit der globalen Finanzmarktkrise und den darauf folgenden strukturellen Veränderungen an den Kapitalmärkten geraten die Vorteile eines strukturierten Anlageprozesses, in Anlehnung an die Vorgehensweise institutioneller Anleger, zunehmend auch für Private Banking-Kunden in den Fokus.

Mit der Überführung eines ursprünglich rein institutionellen Anlageprozesses in die Sphäre von Private Banking-Kunden können von diesen zusätzliche Chancen wahrgenommen werden. Eine Kapitalanlage sinnvoll und nachhaltig auszurichten, ist für langfristig agierende Investoren oberste Prämisse. Erreicht wird dies durch die strategische Aufteilung des Gesamtportfolios in unterschiedliche Anlageklassen, wie beispielsweise in Aktien, Renten, offene Immobilienfonds oder Rohstoffe, bei der persönliche Prämissen des Anlegers miteinbezogen werden. Diese langfristige Aufteilung wird im Fachjargon „strategische Asset-Allocation“ genannt. Um die optimale strategische Asset-Allocation zu finden, nutzen Finanzmarktexperten in der Regel mathematisch-statistische Methoden. Ergebnis ist ein hinsichtlich seines Rendite-/Risikoprofils effizientes, diversifiziertes Portfolio.

Im Fokus: Ihre Anlagewünsche

Am Anfang des Prozesses der strategischen Asset-Allocation steht die intensive Auseinandersetzung mit dem Anlageziel des Kunden, seine Erwartungshaltung. Diese umfasst innerhalb des Rahmens des gewünschten Anlagehorizonts die Formulierung des individuellen Renditezieles sowie die Analyse der Risikobereitschaft und der individuellen finanziellen Möglichkeiten. Der Ermittlung der erwarteten Rendite sowie des erwarteten Risikos des zu erstellenden Portfolios liegen langfristige durchschnittliche Erwartungswerte für jede Anlageklasse zugrunde. Ziel ist nun, den zur Verfügung stehenden Anlagebetrag so auf die verschiedenen Anlageklassen aufzuteilen, dass ein Diversifikationseffekt entsteht, der zu einem optimalen Rendite-/Risikoprofil führt.

Das Diversifikationspotenzial hängt dabei von den wechselseitigen Schwankungen der Anlageklassen untereinander ab. Im Rahmen der strategischen Asset-Allocation möchte man Portfolios gestalten, deren Assetklassen wechselseitig möglichst gering oder negativ miteinander in Verbindung stehen. Dies ist notwendig, um einen optimalen Diversifikationseffekt zu erreichen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Portfoliorisiko mit der Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen zwar reduziert, aber nicht komplett eliminiert werden kann. Aus Sicht des Kunden eventuell existierende Einschränkungen in der Auswahl der Anlageklassen erfordern eine intensive Auseinandersetzung hinsichtlich der existierenden Gegebenheiten, eine klare Kommunikation und Diskussion. Darüber hinaus gilt es zudem noch, die aktuellen Verhältnisse auf den Finanzmärkten in die strategische Asset-Allocation miteinzubeziehen, was die Existenz einer Hausmeinung des beratenden Kreditinstitutes in Bezug auf die langfristigen Entwicklungen an den Kapitalmärkten erfordert. Die sich für Private Banking-Kunden durch diesen quasi-institutionellen Anlageprozess somit potenziell ergebenden Mehrwerte zeigen deutlich, dass sich die investierte Zeit lohnt.

Der aufgezeigte Ansatz der strategischen Asset-Allocation unterscheidet sich somit grundsätzlich von der traditionellen Herangehensweise privater Anleger, die überwiegend die Beurteilung ihrer geplanten Investitionen anhand historischer Wertentwicklungen einzelner Produkte und die Einzeltitelselektion in den Mittelpunkt stellt.

Die Ansicht, dass die Diversifizierung des Anlagebetrages, also die Vermögensstrukturierung oder Depotstruktur, ein wichtiger Faktor für den Anlageerfolg ist, wird auch durch wissenschaftliche Studien belegt. Diese Studien, z.B. von der Steinbeis Hochschule Berlin, zeigen auch, dass die Einzeltitelselektion sowie der Einstiegszeitpunkt kaum einen Einfluss auf den langfristigen Anlageerfolg haben. Die Faktoren für erfolgreiches Anlegen können sehr eingängig anhand der nebenstehenden Grafik aufgezeigt werden:
Quelle: Steinbeis Hochschule Berlin, ETFlab, DekaBank 

Wege zur Umsetzung

Nachdem mithilfe der strategischen Asset-Allocation die optimale Anlageklassenstruktur für die individuellen Kundenbedürfnisse ermittelt werden konnte geht es jetzt darum, diese umzusetzen. Dabei ist die Delegation der konkreten Anlageentscheidungen auf spezialisierte und hochqualifizierte Manager wesentlicher Prozessbestandteil, beispielsweise durch Investition in aktiv gesteuerte Investmentfonds. Abhängig vom jeweils etabliertem Managementansatz erfolgen dann auf Fondsebene Positionierungen anhand kurz- bis mittelfristiger Faktoren, wie z.B. der Gewinnaussichten einzelner Unternehmen oder der derzeitigen Markt- und Konjunkturlage. Diese Steuerung der Anlagen nach ihrer Attraktivität verfolgt das Ziel, dem Kunden einen weiteren Mehrwert in Form einer Überrendite durch Analyse und Timing zu liefern, die dieser auf sich alleine gestellt nicht erzielen könnte.

Natürlich können sich auch die Rahmenbedingungen des Kunden und seine Anlageziele durch innere Faktoren oder äußere Einflüsse im Zeitablauf ändern. Deshalb sollte in regelmäßigen Abständen ein Strategiegespräch zwischen dem Private Banking-Kunden und seinem Berater stattfinden, in das die gesammelten Erfahrungen einfließen. Am Ende dieses Gespräches sollte je nachdem eine Bestätigung oder eine Empfehlung zur Optimierung der aktuellen Portfoliostruktur stehen.

Die beschriebenen Chancen aus der Umsetzung von Anlageentscheidungen anhand der strategischen Asset-Allocation können Private Banking-Kunden in mehreren Situationen nutzen. Diese bestehen sowohl in einer Neuanlage liquider Mittel auf Basis kundenindividuell erstellter Anlagestrategien als auch in der Analyse des kundenseitig bereits existierenden liquiden Vermögens. Unter Beachtung der oben beschriebenen kundenindividuellen Rahmenbedingungen und Anlageziele ist es dem Private Banking-Kunden somit möglich, einen Mehrwert durch die Optimierung des Rendite-/Risikoprofiles seines liquiden Vermögens in Anspruch zu nehmen.

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Zitat

Risiko entsteht, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun.

Warren Buffett

US-amerikanischer Großinvestor

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