Berliner Testament Pflichtteil

Was Sie über Pflichtteil-Rechte und Klauseln wissen sollten

zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2019
Lesezeit 5 Minuten

Mit einem gemeinschaftlichen Berliner Testament wollen Ehe- und Lebenspaare häufig eine Aufteilung der Erbmasse verhindern und den hinterbliebenen Partner damit absichern. Dennoch verhindert ein Berliner Testament nicht, dass der Pflichtteil eingefordert werden kann. Mit speziellen Formulierungen im Testament kann man aber dieses Pflichtteil-Risiko schmälern.

Interessant für Sie, wenn...

  • Sie mit einem Berliner Testament Pflichtteil-Ansprüche weitgehend minimieren wollen
  • Sie Ihren Pflichtteil bei einem Berliner Testament in Anspruch nehmen möchten
  • Sie ein Testament ohne die gesetzliche Erbfolge aufsetzen möchten

Berliner Testament – was ist das eigentlich?

Mit dem Berliner Testament, einem Gemeinschaftstestament von zwei Ehe- oder Lebenspartnern, setzen diese sich gegenseitig als Alleinerben ein. Damit sind andere gesetzliche Erben, beispielsweise ihre Kinder, im Todesfall eines Ehe- oder Lebenspartners enterbt. In der Regel sind die Kinder aber als Schlusserben eingesetzt, so dass sie nach dem Tod des zweiten Partners das Erbe erhalten. Mit dem Berliner Testament wollen sich Partner im Todesfall gegenseitig absichern und beispielsweise den Verkauf einer selbstbewohnten Immobilie vermeiden. Allerdings gelten gesetzliche Pflichtteilsansprüche auch beim Berliner Testament.
Mehr zum Berliner Testament, wie es verfasst und gegebenenfalls zurückgenommen werden kann und welche steuerlichen Besonderheiten zu beachten sind, lesen Sie hier

Was ist ein gesetzlicher Pflichtteil?

In der gesetzlichen Erbfolge, die immer eintritt, wenn keine andere Regelung getroffen worden ist, ist eine Verteilung der Erbmasse an unterschiedliche Erben, abhängig vom Verwandtschaftsgrad, vorgesehen. So erhält beim Tod eines Ehepartners der verbliebene Partner in der Regel die Hälfte des Erbes, die verbliebenen Kinder teilen sich die andere Hälfte. Bei zwei Kindern erhielte jedes Kind also ein Viertel des Erbes. Allerdings kann per Testament verfügt werden, dass die gesetzliche Erbfolge nicht gelten und beispielsweise einige Erben besser oder schlechter gestellt werden sollen. Mit dem Berliner Testament wird der verbliebene Partner bevorzugt, gemeinsame Kinder sind aber anfangs enterbt.

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Berliner Testament

Das Berliner Testament verändert die gesetzliche Erbfolge zugunsten des Ehe- oder Lebenspartners und macht ihn oder sie zum Alleinerben. Die Kinder erben erst, wenn beide Eltern verstorben sind. Damit wollen sich Ehepartner beispielsweise vor einem Zwangsverkauf einer gemeinsam bewohnten Immobilie schützen. Doch das kann auch durch das Berliner Testament nicht in jedem Fall gewährleistet werden. Zudem sind einige steuerliche Aspekte zu berücksichtigen.
Berliner Testament