Fördermittel abrufen

Fördermöglichkeiten für die Digitalisierung Ihres Unternehmens

Autor Deka Private Banking
zuletzt aktualisiert am 19. September 2019
Lesezeit 3 Minuten

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen die digitale Transformation starten wollen, stehen Sie nicht alleine da: Passgenaue Förder- und Beratungsprogramme von Bund, Ländern und EU helfen Ihnen, die Kosten zu stemmen. Wie Sie die passende Unterstützung finden, erfahren Sie hier.

Interessant für Sie, wenn ...

  • Sie sich mit der Digitalisierung Ihres Unternehmens beschäftigen
  • Sie sich über Fördermöglichkeiten für die Digitalisierung informieren möchten
  • Sie dabei der Konkurrenz um einen Schritt voraus sein möchten

Fördermittel abrufen

Der Mittelstand tut sich beim Thema Digitalisierung teilweise sehr schwer. Vielen Unternehmern scheint der Aufwand zu groß, der Nutzen zu ungewiss, die Kosten zu hoch. Das zeigt sich bei den Investitionen, die deutsche Unternehmen 2018 im Bereich Digitalisierung planen. 43 Prozent der Firmen – und damit der mit Abstand größte Teil – will nur einen geringen Betrag investieren: weniger als fünf Prozent ihres Umsatzes.  

Viel zu wenig, um sich für das digitale Zeitalter zukunftssicher aufzustellen.

Dass bei vielen Mittelständlern erheblicher Förder- und Beratungsbedarf rund um die Digitalisierung besteht, ist auch der Politik klar. Deshalb haben Bund, Länder und Europäische Union (EU) eine Vielzahl von Programmen ins Leben gerufen, um speziell kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Vorteile der Digitalisierung aufzuzeigen und ihnen finanzielle Hilfe bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu bieten. Wir stellen Ihnen einige der wichtigsten Fördermittel vor.

„Mittelstand-Digital“: Beratung und Infos in Kompetenzzentren deutschlandweit

Auf Bundesebene hat vor allem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) entsprechende Förderprogramme für KMU im Programm. Größtes Projekt ist der Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital“: 18 Kompetenzzentren in Deutschland bieten Digitalisierung zum Anfassen.

Konkret bedeutet das: Kompetente Informationen, anschauliche Praxisbeispiele und Netzwerke zum Erfahrungsaustausch mit Fachleuten und anderen Unternehmern helfen Ihnen dabei, die digitale Transformation in Ihrem Unternehmen anzugehen.

Sechs weitere Kompetenzzentren beschäftigen sich mit Spezialthemen der Digitalisierung: Im Kompetenzzentrum eStandards geht es zum Beispiel um die Frage, welche digitalen Standards die sinnvollsten sind und wie Sie diese auch in Ihrem Unternehmen einführen können. Das Kompetenzzentrum Usability wiederum unterstützt Unternehmen bei der Software-Entwicklung, um die Benutzerfreundlichkeit der Software zu verbessern.

Für Fragen rund um die Themen Cloud, Handel, Kommunikation und Prozesse stehen vier Mittelstand-4.0-Agenturen zur Verfügung, um Ihnen mit Know-how und Erfahrungswerten weiterzuhelfen. Das Kompetenzzentrum in Ihrer Nähe und weitere Informationen finden Sie hier.

„go-digital“: weitere BMWi-Förderprogramme

Neben „Mittelstand-Digital“ bietet das BMWi weitere Förderprogramme, um Mittelständler gezielt zu unterstützen.
 

Mit „go-digital“ werden Sie gefördert, wenn Sie Prozesse in Ihrem Unternehmen optimieren oder zusätzliche Marktanteile durch digitale Lösungen erschließen möchten. Außerdem gibt es Fördermittel, um Ihr Unternehmen vor dem Verlust wichtiger und sensibler Daten zu schützen. Um die für Sie passenden Lösungen zu finden, erhalten Sie Hilfe von ausgewählten Beratungsunternehmen, die für Sie auch gleich den Antrag auf Fördermittel stellen und später die Abrechnung übernehmen. Dadurch bleibt der formelle Aufwand für Sie gering. Ausführliche Infos finden Sie hier. 

Ein weiteres Förderprogramm ist „go-inno“. Dabei geht es darum, Unternehmen zu zeigen, welche Möglichkeiten der digitale Wandel bietet – und wie daraus Innovationen entstehen können, die das Unternehmen voranbringen.
 

Auch hier kommen kompetente Beratungsunternehmen in Ihren Betrieb, um Innovationen mit Ihnen zusammen vorzubereiten und durchzuführen. Die Förderung erfolgt durch Innovationsgutscheine, die bis zu 50 Prozent der Beratungskosten abdecken und ohne Antragsverfahren erhältlich sind.

Mithilfe von „go-inno“ hat zum Beispiel die Wandler-Optik GmbH in Neubrandenburg – bislang ein klassischer Optiker und Hörakustiker – ihr erstes eigenes Produkt entwickelt: ein mobiles Gerät für das Sehtraining für Menschen, bei denen die Verarbeitung der optischen Informationen im Gehirn nicht richtig funktioniert. Dadurch kann das Unternehmen einen weiteren Geschäftsbereich erschließen und sich wettbewerbsfähiger aufstellen.

Auch die Förderung durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), die Förderung gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen (INNO-KOM) oder industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) kann unter Umständen für Ihr Unternehmen interessant sein. In allen drei Fällen handelt es sich um Förderprogramme, mit deren Hilfe sich unter anderem Projekte zur Digitalisierung zusammen mit Forschungseinrichtungen lösen lassen. Informieren Sie sich dazu bitte direkt hier: ZIM, IGF und INNO-KOM.

„Horizont 2020“: Innovationen in KMU fördern

Ein weiteres EU-Förderprogramm ist „Horizont 2020“. Das Programm hat drei Schwerpunkte, einer davon lautet „Führende Rolle der Industrie“. Dabei geht es um die Förderung von Innovationen in KMU, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die finanzielle Unterstützung gilt für die komplette Innovationskette: von Machbarkeitsstudien über Forschung und Entwicklung bis hin zur Markteinführung. Die hohen Förderanforderungen, die normalerweise für dieses europäische Programm gelten, wurden extra für KMU gesenkt. Mehr dazu lesen Sie hier.

„Digitalbonus Bayern“: Auch die Bundesländer fördern die Digitalisierung

Die meisten Bundesländer bieten zusätzlich eigene Förderungen für KMU an. Beispiel „Digitalbonus Bayern“: Bei dieser unbürokratischen Förderung erhalten KMU Hilfe, die moderne IT-Systeme nutzen, um digitale Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen zu entwickeln und gleichzeitig die IT-Sicherheit zu verbessern.

Das Programm ist so erfolgreich, dass die Fördermittel für 2017 bereits im Mai des Jahres ausgeschöpft waren und zusätzliche Gelder bereitgestellt werden mussten. Seitdem steht jeden Monat nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung.

Das oberbayerische Unternehmen Faust Linoleum beispielsweise hat den Bonus genutzt, um seine Möbelproduktion komplett zu digitalisieren. Dadurch können Kunden ihre Möbel selbst gestalten und erhalten individuelle Einzelstücke. Für genauere Informationen klicken Sie bitte hier.

Weitere Förderprogramme von EU, Bund und Ländern finden Sie in der Förderdatenbank des Bundes (hier entlang). Dort erhalten Sie einen vollständigen Überblick der aktuellen Förderungen mit Detailinformationen zu konkreten Förderkriterien und Antragsmodalitäten. Auch viele Kommunen bieten Programme – fragen Sie bitte direkt bei Ihrem Amt für Wirtschaftsförderung nach.

Um aus den vielen Fördermöglichkeiten genau die auszuwählen, die für Ihr Unternehmen optimal passen, sprechen Sie am besten mit Ihrem Private Banking Berater in Ihrer Sparkasse. Er hilft Ihnen gerne weiter.

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