Impact Investing: Unternehmer

Warum sich Impact Investing für Unternehmer lohnt

Autor Deka Private Banking
zuletzt aktualisiert am 23. März 2021
Lesezeit 5 Minuten

Verantwortung übernehmen, innovativ sein und nachhaltig Werte schaffen – das treibt Unternehmer bei den geschäftlichen Aktivitäten an. Auch mit einer gezielten Vermögensanlage lässt sich eine positive Wirkung auf Umwelt und Gesellschaft erzielen.

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Unternehmerische Philosophie

Stillstand ist Rückschritt. Unter dieser Maxime arbeiten Unternehmer Tag für Tag hart für ihre Firma. Schließlich geht es darum, das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen, um so im Wettbewerb zu bestehen und für die künftigen Herausforderungen gerüstet zu sein. Neue Ideen und Innovationskraft sind dabei wichtige Bausteine für das unternehmerische Handeln und den wirtschaftlichen Erfolg.

Genau diese Philosophie kann der Unternehmer in seine Geldanlage übertragen – und zwar mit Hilfe einer Investition in junge und innovative Firmen, die mit ihren Technologien helfen, die Welt ein Stück besser zu machen. Solche eine wirkungsorientierte Geldanlage wird als Impact Investing bezeichnet. Dieser Ansatz gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Wertbeitrag für eine bessere Welt

Impact Investing setzt darauf, durch unternehmerisches Handeln gezielt einen gesellschaftlichen Wertbeitrag für eine nachhaltiger ausgerichtete Welt zu leisten. Im Detail bedeutet dies, diejenigen Firmen durch Investitionen zu unterstützen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen konkrete und messbare Lösungen beispielsweise für Fragen aus den Bereichen Umweltschutz, Klimawandel, Bildung, Gesundheit oder Verringerung von Armut finden.

Warum also nicht als Unternehmer in solche, „wirkende“ Firmen investieren und neben der Kapitalrendite auch eine Rendite für die Gesellschaft erzielen? „Das Konzept und die Idee des Impact Investing stoßen bei vielen Unternehmern auf offene Türen“, sagt Alexander Koos, stellvertretender Leiter Private Banking bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg (siehe Interview).

Denn die Verbindung und die Identifikationsmöglichkeiten sind groß. Schließlich geht es um Innovationskraft, ohne die ein Unternehmen auf Dauer nicht bestehen kann. Außerdem steht das zukunftsorientierte, unternehmerisches Handeln im Fokus, das in erster Linie auch ökonomisch erfolgreich sein muss. Und nicht zuletzt beschäftigen sich Unternehmer Tag für Tag auch mit nachhaltigen Themen, wie dem Klimaschutz und sozialen Aspekte.

Probleme aus dem Unternehmer-Alltag

Ein aktueller Anknüpfungspunkt ist beispielsweise die Problematik Verpackungsmüll, die sich durch die Corona-Pandemie und dem deutlichen Anstieg des Online-Handels verschärft hat. Immer mehr Waren müssen verpackt werden, der Müll nimmt entsprechend zu. Und Lösungen, um diesen Verpackungsmüll einzudämmen oder die Verpackung nachhaltig zu gestalten, sind gefragt. Das kennt der Unternehmer größtenteils aus seinem Berufsalltag und kann nachvollziehen, welche Lösungen hier sinnvoll sein können. So produzieren einige Firmen biologische Kunststoffe, die in der Umwelt selbstständig organisch zerfallen, oder sie entwickeln nachhaltige Alternativen zu Plastikprodukten.

Ein anderes Beispiel betrifft den Bereich Ernährung: Unternehmen produzieren Gemüse und Obst in modernen Treibhäusern, die mehrstöckig aufgebaut sind und ein von der Umwelt geschlossenes System bilden. Das reduziert Emissionen und sorgt für frischere und gesündere Produkte. So entstehen gewinnorientierte Geschäftsmodelle und nachhaltiges Agieren im Einklang. Und über ein Investment in solche und ähnliche Innovationen kann der Unternehmer dazu beitragen, bestimmte ökologische, soziale oder ähnliche Probleme zu lösen.

Wie wirkt sich Unternehmenstätigkeit aus?

Impact Investing greift somit den dynamischen Trend zu aktiven Einflussnahme auf. Durch die Investitionsentscheidung werden zukunftsorientierte Geschäftsmodelle und Innovationskraft gestärkt und somit ein messbarer, positiver Effekt auf Gesellschaft und Umwelt bewirkt. Gestärkt werden Firmen, die sich beispielsweise durch Wasseraufbereitung oder Gesundheitsvorsorge geschäftlich in wichtigen sozial‐ oder umweltpolitischen Bereichen engagieren. In diesem Zusammenhang wird Impact Investing nicht nur als Auswirkung einer Anlage auf den Geschäftserfolg verstanden, sondern vielmehr als die Auswirkung der Unternehmenstätigkeit auf die Gesellschaft insgesamt.

Als eine wichtige Orientierung beim Impact Investing dienen die 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, die sogenannten Sustainable Development Goals, kurz SDGs. Diese Ziele, die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, sind Teil der Agenda 2030, mit der die Weltgemeinschaft ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren will.

Die SDGs sollen es ermöglichen, Kapital in solche Unternehmen zu lenken, die zur Lösung mindestens eines dieser Ziele beitragen wollen. Neben „sauberen Energien“, „Klimaschutz“ und „sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ sind dort auch soziale Ziele wie „keine Armut“ sowie „hochwertige Bildung“ festgeschrieben.

Kein reines Umweltinvestment

Gerade die beiden letztgenannten Ziele zeigen, dass es sich beim Impact Investing ausdrücklich nicht um ein reines Umweltinvestment handelt. Auch Bildung und Soziales ist ein wichtiger Bereich. So entwickeln Unternehmen konkrete Lösungen, um beispielsweise auch Kindern in ländlichen Regionen Chinas oder Afrikas Bildung zu ermöglichen.

Mit dem Deka-Nachhaltigkeit Impact Aktien CF und dem Deka-Nachhaltigkeit Impact Renten bietet die Deka gleich zwei Impact-Publikumsfonds an. Bei beiden Produkten favorisiert das Portfoliomanagement Emittenten, die nachhaltig wirtschaften, konkrete Lösungen anbieten und wirtschaftlich erfolgreich sind. Diese werden über einen mehrstufigen Prozess identifiziert.

Die Fondsmanager wählen überwiegend jene Titel aus, die eine erkennbar positive ökologische und soziale Veränderung bewirken. In der letzten Stufe folgt der klassische Investmentprozess, in dem die Fondsmanager die zuvor ausgewählten Titel auf ihre finanziellen Kennzahlen prüfen und abschließend ein fokussiertes Portfolio zusammenstellen.

Chancen auf Wachstum und Wertsteigerung

Nachhaltiges Handeln verringert nicht nur unternehmerische und gesellschaftliche Risiken, sondern eröffnet auch neue Chancen auf Wachstum und Wertsteigerung. Nachhaltige Anlagen sind allerdings nur dann attraktiv, wenn sie mit den traditionellen Kapitalmarkt-Kriterien Risiko und Rendite Hand in Hand gehen. Und das ist beim Impact Investing der Fall.

Unternehmer können mit wirkungsorientiertem Anlegen zudem ideal ihre traditionell hohe Affinität zu gesellschaftlichem Engagement auf der Anlageseite erweitern. Damit üben sie auch bei der Vermögensanlage Einfluss im Einklang mit ihren persönlichen Wertvorstellungen aus. Mit Impact Investing kann das eingesetzte Geld folglich mehr als nur eine finanzielle Rendite erzielen.

Auch die Sparkasse unterstützt Sie bei allen Fragen zu wirkungsorientierten Investments. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit Ihrem Private Banking-Berater.

Experten-Interview

„Eine Apple- oder Amazon-Aktie kaufen kann jeder“

Interview mit Alexander Koos, Sparkasse Mainfranken Würzburg, stellvertretender Leiter Private Banking

Deka Private Banking: Warum ist die Anlagestrategie Impact Investing gerade für die Kundengruppe Unternehmer interessant?

Alexander Koos: Unternehmer sind grundsätzlich sehr aufgeschlossen, wenn es um Neues geht. Und das bietet die Impact-Investing-Strategie. Neue Ideen, Innovationen und junge Firmen, die Wachstumspotenzial aufweisen. Es interessiert den Unternehmer immer, bei solchen Firmen mit dabei zu sein – allein begründet durch seine Mentalität. Salopp formuliert: Eine Apple- oder Amazon-Aktie kaufen kann jeder. Spannend ist es dagegen für ihn, in neue Branchen reinzugehen und in junge Firmen zu investieren, die stark wachsen und neue Ideen entwickeln. Es ist zwar nicht vergleichbar mit Private Equity, aber es geht in die Richtung Unternehmergeist.

Deka Private Banking: Wie sprechen Sie das Thema im Kundengespräch konkret an?

Alexander Koos: Es läuft viel über Storytelling, also das Erzählen von Geschichten, von konkreten Beispielen. Die Unternehmer besitzen die Fantasie, hier mitzugehen. Das Konzept und die Idee des Fonds stoßen bei Unternehmern auf offene Türen. Außerdem haben sie in ihren Unternehmen auch viele Erfahrungen und Anknüpfungspunkte beim Thema Umwelt und Nachhaltigkeit. Sie bauen sich eine Photovoltaikanlage aufs Firmendach, tun etwas in Sachen Wärmedämmung und überlegen sich, ob sie sich Elektroautos kaufen. Das zeigt, wie sich Unternehmer mit dem Thema intensiv beschäftigen und es sie stark interessiert. Eine zentrale Argumentation sind auch die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine bessere Welt. Die berühren eigentlich alle Menschen, egal ob Privatkunde oder Unternehmer. Die Frage lautet: Wie kann man die Welt besser machen? Und der Kunde kann mit seinem Investment dazu beitragen.

Deka Private Banking: Welche Faktoren spielen noch eine Rolle?

Alexander Koos: In der realen Welt ist das Thema in aller Munde, nur im Depot hat es der Kunde in der Regel noch nicht. Insofern ist dies auch ein guter Einstieg. Und wenn der Unternehmer am Ende diese Investmentstory verstanden hat, ist es meistens keine Frage, ob er das Investment tätigt, sondern nur noch, mit welcher Summe.

Deka Private Banking: Welche Vorteile bietet ein solches Investment in der gesamten Vermögensstrukturierung des Unternehmers?

Alexander Koos: In dem Portfolio des Deka-Nachhaltigkeit Impact Aktien sind einige bekanntere Unternehmen, wie Symrise, Alstom oder Vestas Wind, aber auch viele eher unbekannte Firmen. Der große Vorteil: Das sind Werte, die in anderen Fondsportfolien nicht enthalten sind, was natürlich erheblich zur Diversifikation des Depots des Kunden beiträgt. Auch wenn er schon seit Jahren ein gut diversifiziertes Portfolio hat – diese Firmen fehlen in der Regel. Das gilt auch für die regionale Gewichtung. Im Fonds sind viele Werte aus den nordischen Ländern, was für eine zusätzliche Diversifizierung sorgt.

Deka Private Banking: Was ist dem Unternehmer noch wichtig?

Alexander Koos: So begeistert er auch von dem Konzept begeistert sein mag, es geht dem Unternehmer am Ende auch darum, mit dem Fonds Geld zu verdienen. Ein Unternehmer ist immer profitorientiert, das gilt auch bei der Geldanlage. Die Firmen, in die der Fonds investiert, sollten nicht nur innovative Ideen entwickeln, sondern auch schwarze Zahlen schreiben.

Deka Private Banking: Welche Rolle spielt der aktive Managementansatz der Deka-Strategien?

Alexander Koos: Ein aktiver Managementansatz ist ein zentraler Punkt. Zum einen agiert jeder Unternehmer natürlich selbst sehr aktiv. Und das erwartet er auch bei seiner Geldanlage. Zum anderen ist ein aktiver Ansatz bei der Impact-Investing-Strategie von große Bedeutung, weil der Markt sich sehr schnell entwickelt und der Fondsmanager entsprechend dicht dran sein muss, um neue Trends zu entdecken. Außerdem stehen Small- und MidCaps im Fokus, bei denen ein aktiver Ansatz deutlich besser funktioniert. Und gerade mit solchen kleineren Firmen kann sich der Unternehmer auch gut identifizieren. Hinzu kommt: Von den Top-Positionen im Fonds kennen die meisten Kunden vielleicht gerade einmal die Hälfte. Sie würden entsprechend nie auf die Idee kommen, diese Titel zu kaufen. Dazu braucht es ein gutes, aktives Fondsmanagement. Die Deka-Experten kennen sich hier bestens aus und erkennen frühzeitig die Chancen und Risiken.

Neue Erkenntnisse bezüglich nachhaltiger Aspekte können evtl. erst nachträglich berücksichtigt werden.

Rechtliche Hinweise
Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten. Diese Information kann ein Beratungsgespräch nicht ersetzen.
Aussagen gemäß aktueller Rechtslage, Stand: März 2021. 
Die steuerliche Behandlung der Erträge hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftig auch rückwirkenden Änderungen (z.B. durch Gesetzesänderung oder geänderte Auslegung durch die Finanzverwaltung) unterworfen sein.

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Wer mit Erfolg ein Unternehmen aufgebaut und dieses über Jahre oder oft sogar Jahrzehnte geführt hat, dem liegt viel daran, dass der Betrieb auch nach seinem Ausscheiden in den verdienten Ruhestand weiterhin erfolgreich am Markt besteht. Häufig wird bei der Regelung der Unternehmensnachfolge auf die eigene Familie zurückgegriffen. Auch hier ist es wichtig, sich frühzeitig und im Detail darüber Gedanken zu machen und Gestaltungsalternativen zu analysieren.
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