Rückstellungen eingrenzen

Gegensteuern trotz Niedrigzinsen

Autor Deka Private Banking
zuletzt aktualisiert am 6. November 2019
Lesezeit 4 Minuten

Viele Unternehmen haben langlaufende Rückstellungen gebildet – beispielsweise für Pensionszusagen. Das anhaltende Niedrigzinsniveau und konjunkturelle Abkühlung belasten die Unternehmen und gefährden letztlich auch die Pensionszusagen. Höchste Zeit, gegenzusteuern. Hier lesen Sie, wie Sie das schaffen können.

Interessant für Sie, wenn...

  • Ihr Unternehmen Pensionsverpflichtungen hat
  • Sie sich als Geschäftsführer selbst Pensionszusagen gegeben haben
  • Sie erfahren möchten, wieso Ihre Rückstellungen ansteigen werden, welche Folgen das für Ihr Unternehmen hat – und was Sie dagegen tun können

So nehmen Sie den Druck aus steigenden Rückstellungen

Langlaufende Rückstellungen entwickeln sich vor allem auf Grund der fortwährenden Zinsschwäche zu einem wachsenden Risiko für Unternehmen. Insbesondere Pensionsverpflichtungen mit ihren langen Laufzeiten belasten schon heute viele Unternehmen – und werden es in absehbarer Zukunft noch mehr tun. Denn das Handelsgesetzbuch (HGB) verlangt Rückstellungen in der Unternehmensbilanz, wenn Zusagen für Zahlungen in der Zukunft gegeben worden sind. Das können beispielsweise Bonusmeilen im Vielfliegerprogramm, Lieferantenverpflichtungen für spätere Liefertermine oder die schon erwähnten Pensionsverpflichtungen sein. Die Höhe der Rückstellungen für Pensionszusagen berücksichtigt dabei zum einen die verbleibende Laufzeit bis zum Beginn der Pensionszahlungen, zum anderen die erwarteten Auszahlungsjahre und zinst das entsprechend auf das aktuelle Jahr ab. Der Auszahlungsbeginn wird nach dem gesetzlichen Renteneintrittsalter berechnet, und der angenommenen Auszahlungsdauer liegt die Sterbetafel zugrunde. Für die Diskontierung wird ein gleitender Durchschnitt über 120 Monate des Swapsatzes der Bundesbank mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 15 Jahren herangezogen.

Wie an der Grafik 1 leicht zu erkennen ist, entwickelt sich dieser Zinssatz konstant nach unten. Betrug er vor rund 2,5 Jahren noch knapp 4 Prozent, so liegt er nun nur noch bei rund 2,8 Prozent. Da die Zinsen vor 10 Jahren deutlich höher als heute lagen, wird mit jedem „neuen“ Monat der gleitende Zinssatz weiter fallen. Und dies dürfte signifikant sein. Ende nächsten Jahres dürfte der Zinssatz etwa 20 Prozent unter dem Zinssatz von Ende 2018 liegen. Für Ihr Unternehmen bedeutet das nichts Gutes. 

Rückstellungen steigen, Zinserträge sinken

Artikel-Funktionen

Ihr nächster Schritt

Wir sind für Sie erreichbar

Sollten Sie Ihren persönlichen Sparkassenberater zum Private Banking noch nicht kennen, hilft Ihnen unser Service-Center gerne weiter.
Erreichbar Mo - Fr von 9 - 18 Uhr 069 7147-1177
Sie möchten zurückgerufen werden?
DEKA-PB EXKLUSIV

Durch eine Streuung Ihrer Investition über mehrere Anlageklassen kann die gewünschte Erreichung Ihrer Zielrendite zudem mit einem möglichst geringen Risiko angestrebt werden

Es ist die Verzahnung Ihres finanziellen Zielbildes und Ihrer persönlichen Restriktionen mit einem eingespielten und spezialisierten Team aus Sparkasse und DekaBank, der die Grundlage professionell entwickelter individueller Anlagestrategien bildet. 
Anlagestrategien entwickeln