Verwahrentgelt: Unternehmen

Verwahrentgelt kompensieren und Liquidität sichern

Autor Thomas Grimm, Deka Private Banking
zuletzt aktualisiert am 1. April 2021
Lesezeit 5 Minuten

Die Konditionen der EZB machen es den Banken schwer. Wer Liquidität auf dem Konto parkt, muss dafür oftmals Verwahrentgelt zahlen. Unternehmen benötigen jedoch für ihr Geschäft sofort verfügbares Kapital. Mit der passenden Strategie kann den negativen Effekten entgegengesteuert werden, ohne die Liquidität zu gefährden.

Interessant für Sie, wenn...

  • Sie als Unternehmer Verwahrentgelt zahlen müssen
  • Sie Verwahrentgelt vermeiden wollen ohne die Liquidität Ihres Unternehmens zu riskieren
  • Sie nach Anregungen suchen, freie Liquidität im Unternehmen ertragreich anzulegen

Warum überhaupt Verwahrentgelt?

Seit der Finanzkrise 2008/09 parken Banken und Sparkassen das von der Kunden bei ihnen vorgehaltene Guthaben auf Konten bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Hierauf reagierte die EZB, ihrem Auftrag zur Wahrung von Preisniveaustabilität und einer ausgeglichenen konjunkturellen Entwicklung folgend, früh mit der Senkung der Leitzinsen.

Bereits 2014 senkte sie den Einlagenzins erstmals in den negativen Bereich, im September 2019 schließlich von -0,4% auf -0,5%. Für das kurzfristige Parken von Guthaben zahlten Banken und Sparkassen allein in den Jahren 2018 und 2019 jeweils rund 2,4 Milliarden Euro Negativzinsen an die EZB.

Damit sind Banken und Sparkassen Mehrkosten ausgesetzt, auf die sie keinen unmittelbaren Einfluss haben. Eine Neuverhandlung des „Einkaufspreises“, also des Einlagenzinses, ist nicht möglich. Betroffene Produkte wie Giro- und Geschäftskonten aus dem Angebot zu nehmen, könnte aber eine Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Zahlungsverkehrs darstellen. Daher stellen viele Kreditinstitute Ihren Kunden ein Verwahrentgelt in Rechnung.

Diese Mehrkosten sollten auch wieder zurückgehen, und damit auch das Verwahrentgelt sinken. Doch der Blick nach Japan zeigt, dass sich dieser Prozess über Jahre hinziehen kann. Unternehmen sollten für laufende Überschüsse und kurzfristig verfügbare Guthaben daher eine Strategie anstreben, die dabei hilft, Verwahrentgelt zu vermeiden, zu kompensieren oder mit dem Guthaben vielleicht sogar Erträge zu erzielen.

Verwahrentgelt vermeiden

Da Verwahrentgelt in der Regel erst ab einer bestimmten Guthabenhöhe erhoben wird, könnte ein „Verteilen“ des Guthabens auf mehrere Banken und Sparkassen naheliegen. So würde man unter den jeweils eingeräumten Freibeträgen zu bleiben. Was so einfach klingt, erweist sich in der Praxis schnell als unpraktisch. Ein Wechsel ist mit Aufwand sowie Kosten verbunden und führt schnell zu unübersichtlichen Verhältnissen. Zusätzlich sollten weitere Aspekte berücksichtigt werden wie z.B.:

  • In einer langjährigen Geschäftsbeziehung besteht oft ein Vertrauensverhältnis, das bei einer neuen Bankverbindung erst wachsen muss.
  • Freibeträge und Verzinsungsregeln können sich im Zeitablauf jederzeit ändern, so dass dann ggf. wieder ein Wechsel erforderlich wäre.
  • Zum Teil gibt es Unterschiede bei der Einlagensicherung. So haben z.B. einige Privatbanken ihre Einlagensicherung für professionelle Anleger zurückgefahren. Privat- und Geschäftsbanken unterliegen der Reform des freiwilligen Einlagensicherungsfonds. Dort sind institutionelle Gelder oberhalb von 100.000 Euro ungesichert.

Ein anderer Gedanke könnte sein, kurzfristig verfügbare Guthaben zugunsten einer mittel- oder langfristigen Kapitalanlage umzuschichten. Wo dies möglich ist, sollte tatsächlich so vorgegangen werden. Jeder Kaufmann - egal ob im privaten oder im unternehmerischen Umfeld – ist aber stets gut beraten, in ungeplanten Situationen kurzfristig auf Guthaben zurückgreifen zu können.

Ohne ein bestimmtes Maß an Kontoguthaben geht es also in der Regel nicht. In der Praxis zeigt sich aber, dass hohe Kontoguthaben selten dem tatsächlichen Bedarf entsprechen, sondern auf Gewohnheit oder vermeintlich fehlende Alternativen zurückzuführen sind.

Und genau hier gilt es, entsprechend anzusetzen. Denn ein Ausweichen kann zwar punktuell helfen, dauerhaft lässt sich ein Verwahrentgelt aber nur mit Hilfe einer individuellen Strategie vermeiden oder kompensieren. Im Kern geht es nicht um ein „entweder Kontoguthaben oder Kapitalanlage“ sondern ein „Kontoguthaben und Kapitalanlage“.

Verwahrentgelt kompensieren

Ansatzpunkte zur Vermeidung oder Kompensation von Verwahrentgelt liegen also nicht im vollständigen Verzicht, sondern einem ausbalancierten Verhältnis von Kontoguthaben inklusive (!) Verwahrentgelt und Erträgen sowie Wertentwicklung aus Kapitalanlagen.

Die wichtige Frage für Unternehmer lautet dabei: In welchem Umfang sollten Kontoguthaben im unternehmerischen Bereich kurzfristig verfügbar sein? Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist nicht möglich. Einerseits ist klar, dass eine operative Liquidität (Kasse) und zusätzlich ggf. auch eine strategische Liquidität (Umlaufvermögen) benötigt wird.

Andererseits könnte allein schon die Konkretisierung der strategischen Liquidität helfen, hierfür eine Fristigkeit zu definieren, die als Anlagehorizont für Kapitalanlagen genutzt werden könnte. Je konkreter Zeitpunkte geplanter Verfügungen bestimmt werden können, desto leichter ist es, über die Fristigkeit eine individuelle Staffelung von Fälligkeiten aufzubauen. Kontoguthaben, die nicht als operative oder strategische Liquidität eingeplant sind, stellen Überliquidität (auch Bodensatz genannt, da sie nicht genutzt werden) dar. Als solche sollten sie mittel- und langfristig für Anlagezwecke im unternehmerischen Bereich zur Verfügung stehen oder in das Privatvermögen entnommen werden können.

Neben der Fristigkeit, also dem Anlagehorizont, ist aber auch die Frage der Risikoeinstellung und des Risikobudgets z.B. in Form akzeptierter Schwankungen oder Zwischenverlusten wichtig. Nur beides zusammen ermöglicht es in der Beratung, angemessene und geeignete Kapitalanlagen wie bspw. Rentenfonds mit Fokus auf kurze Laufzeiten. Über eine entsprechende ausbalancierte Kombination aus Kontoguthaben und Kapitalanlage gleichen sich im Idealfall das Verwahrentgelt und der Ertrag aus einer Kapitalanlage bzw. deren Wertentwicklung aus. Je höher das verfügbare Risikobudget, und damit das Ertrags- und Wertentwicklungspotential, desto höher kann der Anteil weiterhin kurzfristig verfügbarer Kontoguthaben sein.

Rechenbeispiel 1: Kompensation

Ermöglichen der persönliche Anlagehorizont und das individuelle Risikobudget z.B. eine Kapitalanlage mit einem Ertrags-/Wertentwicklungspotenzial von 1% p.a., könnten rund 2/3 des bestehenden Kontoguthabens beibehalten werden. Verwahrentgelt auf das Kontoguthaben und das Anlageergebnis würden sich vollständig kompensieren (Schaubild 1).

Strategien zur Kompensation, also eine ausbalancierte Kombination aus Kontoguthaben und Kapitalanlage, zielen vor allem darauf ab, die Belastung durch Verwahrentgelt abzumildern oder auszugleichen.

Individuelle Ertragsziele erreichen

Denkbar ist aber auch, dass dem Unternehmer ein Ausgleich nicht ausreicht und individuelle Anlageziele erreicht werden sollen. Trotz höheren Ambitionsniveaus und unter Inkaufnahme höherer Risiken kann es auch hier mit Hilfe einer Strategie gelingen, langfristig individuelle Ertragsziele zu erreichen.

Damit das liquide Vermögen im Unternehmen nominell wächst, könnte ein individuelles Ertragsziel darin bestehen, über den Ausgleich von Verwahrentgelt hinaus ein Anlageergebnis von bspw. 0,50% p.a. anzustreben. Dieses Ziel kann mit Hilfe einer passgenauen Anlagestrategie angestrebt werden.

Rechenbeispiel 2: Ertragsziel

Ermöglichen der Anlagehorizont und das Risikobudget z.B. eine strukturierte Kapitalanlage mit einem Ertrags-/Wertentwicklungspotenzial von 1,5% p.a., könnte rund 1/2 des bestehenden Kontoguthabens beibehalten werden. Über das Anlageergebnis könnte trotz Verwahrentgelt auf das Kontoguthaben das individuelle Ertragsziel erreicht werden (Schaubild 2).

Anstelle eines nominellen Wachstums wird im unternehmerischen Bereich häufig der Erhalt des liquiden Vermögens als Ziel formuliert. Damit gemeint ist i.d.R. realer Erhalt, also der Ausgleich von langfristigem Kaufkraftverlust durch Inflation.

Trotz Niedrigzinsumfeld können auch solche Anlageergebnisse mit Hilfe einer individuellen Strategie langfristig erreichbar sein. Wesentlich für deren Erfolg sind ein mittel- bis langfristiger Anlagehorizont und das Risikobudget z.B. in Form akzeptierter Schwankungen oder Zwischenverlusten in diesem zeitlichen Kontext.

Hierüber kann es gelingen, unterschiedliche Ertragsquellen wie z.B. Anlagen in Renten, Immobilien sowie Aktien zu kombinieren und am Potential unterschiedlicher Rentensegmente sowie der Aktienmärkte weltweit zu partizipieren. Letzteres ist vor allem deswegen bedeutend, da individuelle Ertragsziele ohne Anlagen in Aktien im aktuellen Kapitalmarktumfeld nicht erreichbar sein dürften.

Erkennbar ist, dass viele Unternehmen bereits gegengesteuert haben und zunehmend bereit sind, höhere Risiken einzugehen, um ihre individuellen Ertragsziele erreichen zu können. Dieses Umdenken geht häufig einher mit einer Anpassung von Anlagerichtlinien, der Ausweitung von Risikobudgets über die Anpassung von Limiten oder Ratingvorgaben bzw. einer Erweiterung der Palette investierter Kapitalanlagen.

In Ergänzung zu Kontoguthaben werden neben Anleihen und Rentenfonds zunehmend auch defensive sowie ausgewogene Multi-Asset-Fondskonzepte, strukturierte Produkte, Aktienfonds und Immobilienfonds genutzt. Als Beimischung werden häufig auch Aktienfonds mit spezifischer thematischer Ausrichtung gewählt, da neben der Chance auf verbesserte Diversifikation auch der Anlagehorizont überdacht wird.

Bei Unternehmen, die einen Teil ihrer Umsätze in Währungen wie bspw. dem US-Dollar abwickeln, lässt sich zunehmend beobachten, dass sich diese Währungen inzwischen auch bei Anlagen im liquiden Vermögen wiederfinden.

Für Unternehmen ist eine insgesamt ausgewogene Strategie für das Umlauf- und vor allem das Anlagevermögen wichtig. Es muss nicht tagesaktuell verfügbar sein, sondern kann strategisch langfristig angelegt werden. So können Zwischenverluste in Abschwungphasen an den Kapitalmärkten tendenziell abgefedert, aber zugleich Chancen eröffnet werden.

Fazit: Um Verwahrentgelt kompensieren oder individuelle Ertragsziele erreichen zu können, sollten Sie Ihren tatsächlichen Bedarf an kurzfristig verfügbaren Kontoguthaben ermitteln, Transparenz über die möglichen Anlagehorizonte herstellen und Risikobudgets analysieren.

Die Sparkasse unterstützt Sie bei Ihren Fragen rund um die Vermeidung von Verwahrentgelt sowie der Anlage und Strukturierung von Vermögen. Wir beraten Sie, wie Sie für Ihre Zielsetzung die optimale Lösung finden, die zu Ihren individuellen Vorstellungen, Anforderungen und Wünschen passt. Wir finden die passenden Anlagemöglichkeiten für Ihr Vermögen – ob für einen kurz-, mittel- oder langfristigen Anlagehorizont. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit Ihrem Private Banking-Berater.

Experten-Interview

"Ran an den Bodensatz"

Ines Hotz, Bereichsleiterin Firmen- und Gewerbekunden, und Fabian Bell, Vermögensberater Private Banking, beraten Firmen- und Unternehmenskunden der Sparkasse Heidelberg, um passende Lösungen zur Vermeidung von Verwahrentgelt zu gestalten. Hier berichten sie, wie sie dabei vorgehen.

Deka Private Banking: Frau Hotz, Herr Bell, ab welcher Einlagenhöhe wird das Thema Verwahrentgelt für Unternehmen bei Ihnen relevant?

Ines Hotz: Momentan liegt die Grenze bei 250.000 EUR, ab der wir den negativen Einlagenzins der EZB von 0,5 Prozent an unsere Kunden weiterreichen. Das bedeutet nicht, dass wir schon bei einer kurzweiligen Überschreitung dieser Grenze aktiv werden. Aber wer längerfristig diese Liquidität vorhält, dem müssen wir die uns entstehenden Kosten weiterbelasten.

Deka Private Banking: Das ist nicht viel Geld für Unternehmen. Zeitweiliger Liquiditätsbedarf in der Höhe und darüber wird viele Unternehmenskunden betreffen. Wie reagieren die auf das Verwahrentgelt?

Fabian Bell: Unsere Kunden verstehen, dass wir nicht länger umhinkommen, die Kosten weiterzureichen – es gewinnt ja niemand dabei. Wir sind da lange wirklich sehr zurückhaltend gewesen, doch es zeichnet sich auch nicht ab, dass sich die Zinssituation rasch ändern wird. Der Kunde ist aber natürlich daran interessiert, Alternativen zu finden, um Mehrkosten zu vermeiden.

Deka Private Banking: Eine Lösung könnte ja sein, die Liquidität auf weitere Konten bei anderen Finanzinstituten zu verteilen – und so unter der Grenze zu bleiben…

Ines Hotz: Tatsächlich haben wir das selbst erlebt, dass viele Neukunden zu uns gekommen sind, weil andere Banken viel früher Verwahrentgelt berechnet haben. Wir haben darum bei Neukunden die Verwahrentgelt-Schwelle jetzt schon bei 100.000 EUR gelegt. Aber letztlich lohnt sich diese Strategie für die Unternehmen nicht. Es wird aber schnell zu komplex, gerade wenn die Liquidität täglich verfügbar sein muss. Da will niemand mühselig ein halbes Dutzend Konten steuern, nur damit es passt. Und sollte die Schwelle weiter sinken, kommt diese Strategie sowieso an ihr Ende.

Deka Private Banking: Was empfehlen Sie Ihren Kunden stattdessen?

Fabian Bell: Liquidität, die nicht benötigt wird, kann sinnvoll angelegt werden – und erwirtschaftet dann positive Renditen. Damit kann mögliches Verwahrentgelt nicht nur vermieden, sondern vielleicht ausgeglichen oder sogar noch ein positiver Ergebnisbeitrag erreicht werden.

Ines Hotz: Grundlage dafür ist natürlich eine saubere Analyse, wie viel Liquidität das Unternehmen benötigt. Kein Unternehmer will wegen des Verwahrentgelts riskieren, dass er zu wenig Liquidität hat, wenn er sie dringend braucht. Aber wir sehen oft, dass ein „Bodensatz“ an Liquidität besteht, der noch nie angefasst worden ist. Mit dem kann man arbeiten.

Deka Private Banking: Was schlagen Sie konkret vor?

Fabian Bell: Wie Frau Hotz bereits angedeutet hat, bin auch ich der Meinung, dass der wichtigste Schritt darin besteht, eine sehr detaillierte Bedarfsanalyse durchführen, um unseren Firmen- und Unternehmenskunden ein passgenaues Angebot machen zu können. Im Erstgespräch geht es daher neben der Liquiditätssituation des Unternehmens auch um grundsätzliche Chancen und Risiken, welche mit den unterschiedlichen Anlageklassen verbunden sind. Auch die Erfahrungen unserer Kunden – positive wie negative – spielen hierbei eine wichtige Rolle! Bei der Vielfalt der Anlagelösungen sind uns nahezu keine Grenzen gesetzt. Von der Anleihe mit Kapitalschutz über Immobilieninvestments, unterschiedlichen Zertifikatelösungen bis hin zu renditestarken Aktieninvestments, ist für wirklich jeden Kunden etwas dabei. Gerade im Zusammenspiel mit Deka Private Banking finden wir für unsere Kunden die individuelle Anlagestrategie!

Ines Hotz: Bei Kunden die international aufgestellt sind, bieten sich zum Beispiel ergänzend Zins- und Währungsmanagmentinstrumente an.

Deka Private Banking: Das klingt in der Mehrheit aber eher nach konservativen Anlagen, die zwar das Verwahrentgelt vermeiden oder gar kompensieren können. Doch es scheint schwierig, damit auch eine Rendite nach Inflation zu erzielen…

Fabian Bell: Das ist richtig. Aber darum geht es den wenigsten Unternehmenskunden. Denn dafür müssten sie größere Risiken eingehen. Für ihr Privatvermögen mögen sie da anders denken, aber beim Vermögen des Unternehmens selbst geht es um Stabilität. Die Rendite wird in erster Linie mit der unternehmerischen Tätigkeit erzielt. Daher wird Liquidität oftmals eher wie ein „Rohstoff“ gesehen, welcher dafür benötigt wird, um den laufenden Geschäftsbetrieb erfolgreich zu gestalten.

Ines Hotz: Die Kunden möchten Kosten vermeiden – aber nicht riskieren, dass durch eine zum Beispiel illiquide oder sehr schwankende Finanzanlage das operative Geschäft gefährdet wird. Das ist bislang aber auch noch nicht vorgekommen.

Deka Private Banking: Wie stark ist das Interesse der Unternehmenskunden denn letztlich, eine Alternative zum Verwahrentgelt zu realisieren?

Fabian Bell: Das kommt natürlich ganz auf die Unternehmenssituation an. In der Corona-Zeit fahren zwar zahlreiche Unternehmen „auf Sicht“. Den Unternehmern ist bewusst, dass die Haltung von hohen Liquiditätsbeständen mit Kosten verbunden ist. Da keine Verbesserung des Zinsniveau in Aussicht steht, wächst das Interesse an intelligenten Anlagealternativen an.

Ines Hotz: Das Spannende ist ja: Selbst, wenn ein Kunde wegen der Verwahrentgelt-Thematik nicht aktiv werden will, kristallisieren sich in etlichen Gesprächen ganz andere Bereiche heraus, in denen der Unternehmer dringend tätig werden sollte. Das Gespräch lohnt sich in jedem Fall.

Fabian Bell: Genau! Denn auch wenn der Gesprächsanlass „Verwahrentgelt“ zunächst ein unangenehmer ist, so konnten wir neben individuellen Anlagestrategien bereits zahlreiche Kunden auch in anderen Themengebieten wie z.B. der Nachfolgeplanung oder der Stärkung der Mitarbeiterbindung unterstützen.

Bei den Inhalten handelt es sich um marketingrechtliche Informationen und nicht um eine Anlageberatung.

Zu den Fragen der steuerlichen Situation in dem konkreten Fall sollte ein Steuerberater oder eine steuerfachkundige Person hinzugezogen werden.

Die steuerliche Behandlung der Erträge hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftig auch rückwirkenden Änderungen (z. B. durch Gesetzesänderung oder geänderte Auslegung durch die Finanzverwaltung) unterworfen sein.

Rechtliche Hinweise
Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds sind die jeweiligen Wesentlichen Anlegerinformationen, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale, 60625 Frankfurt und unter www.deka.de erhalten. Diese Information kann ein Beratungsgespräch nicht ersetzen.
Aussagen gemäß aktueller Rechtslage, Stand: April 2021.
Die steuerliche Behandlung der Erträge hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden ab und kann künftig auch rückwirkenden Änderungen (z.B. durch Gesetzesänderung oder geänderte Auslegung durch die Finanzverwaltung) unterworfen sein.

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