Jahrelang kam die Digitalisierung in Deutschland nur schleppend voran. Nun nimmt die Entwicklung Fahrt auf

Homeschooling, Homeoffice, Homeshopping – seit COVID-19 verlagert sich das Leben ins Internet. Virtuelle Videokonferenzsysteme haben Hochkonjunktur. Der Einzelhandel richtet im Eiltempo Onlineshops ein und sogar die Ämter öffnen sich der digitalen Innovation. Jahrelang hinkte Deutschland der Digitalisierung hinterher, nun geht alles ganz schnell. Hier einige Beispiele:
  • Am deutlichsten wird die voranschreitende Digitalisierung in der Arbeitswelt. Laut Umfrage des ‚Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation‘ arbeiten derzeit 43 Prozent der Befragten unter anderem im Homeoffice. Vor der Corona-Krise waren es nur 35 Prozent. Offenbar kommt das Arbeiten von Zuhause gut an. Rund 68 Prozent der Befragten, deren Job das Homeoffice zulässt, möchten auch nach der Krise mehr aus den eigenen vier Wänden heraus arbeiten.
  • Einen deutlichen Zuwachs verzeichnet der Online-Handel. Das Kaufverhalten der Deutschen verändert sich, die Bestellmengen wuchsen nach Angaben des e-Commerce-Magazins im Vergleich zum Jahresanfang bis Ende März 2020 um 88 Prozent. Telekommunikation und Online-Finanztransaktionen verbuchten ebenfalls steigende Zugriffszahlen und legten um 23 Prozent bzw. 17 Prozent zu. 
  • Auch Arztbesuche werden zunehmend per Videokonferenz digitalisiert, sofern Patienten die nötigen technischen Voraussetzungen erfüllen. Möglich macht dies eine aktuelle Gesetzesänderung, durch die das Erstbehandlungsverbot per Videoanruf sowie die Obergrenze für digitale Sprechstunden aufgehoben sind.
  • Die Lehre an Schulen und Hochschulen findet durch den Lockdown ebenfalls mehr und mehr online statt. Schulen, die schon länger an virtuellen Unterrichtsformen arbeiten, profitieren, andere tun sich noch schwer. An den Universitäten sind die Entwicklungen sehr positiv. An der Ruhr-Uni Bochum zum Beispiel findet nach Angaben des dortigen Zentrums für Wissenschaftsdidaktik bereits 90 Prozent des Lehrbetriebs online statt.
  • Sogar im öffentlichen Bereich digitalisiert sich zunehmend die Interaktion zwischen Staat und Bevölkerung. Immer mehr Behörden akzeptieren elektronische Rechnungen. Staatliche Hilfen wie das Kurzarbeitergeld können online beantragt werden und auch die Auslastung der Intensivbetten in Krankenhäusern wird zentral erfasst.

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