Deka-Analyse: Ausschüttungen von fast 50 Milliarden Euro in 2020

3. Februar 2020

Dividendenrendite deutscher Unternehmen bei rund drei Prozent im Schnitt

Einer ersten Prognose zur anstehenden Dividendensaison zufolge, werden die 160 Unternehmen aus der Dax-Familie, den Mitgliedern des Dax, des MDax und des SDax, in diesem Jahr 49,4 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner ausschütten. Nach dem Rekordvolumen von 50,2 Milliarden Euro in 2019 ist dies ein Rückgang um rund 750 Millionen Euro. Damit liegen die absoluten Ausschüttungen nach Einschätzungen der Experten jedoch noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Das gilt auch für die Dividendenrendite, die im Schnitt knapp über drei Prozent beträgt.
  • Insgesamt dürften 88 Unternehmen die Dividende erhöhen – im Vorjahr waren es 81. Bei 29 Konzernen erwarten die Deka-Analysten einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2019 hatten 24 Firmen ihre Ausschüttung reduziert.
  • Als Ursache des Rückgangs beim absoluten Ausschüttungsvolumen nennt Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank, Handelskonflikte, Schwächen in der globalen Industrie und den Strukturwandel, der Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stelle. Dies bremse die Unternehmensgewinne.
  • Allerdings gehen die Experten davon aus, dass die Geschäftsmodelle der analysierten Firmen funktionsfähig und den strukturellen Herausforderungen gewachsen sind. Dies spreche auch künftig für eine relativ konstante und von aktuellen Ertragsschwankungen unabhängige Dividende.
  • Bezogen auf die Bundesländer ist Bayern mit 14,86 Milliarden Euro – trotz eines leichten Rückgangs um 44 Millionen Euro – ausschüttungsstärkste Region. Den stärksten Einbruch bei den Dividendenzahlungen verbucht mit 20 Prozent Baden-Württemberg. Dort machen sich der Strukturwandel und das schwierige konjunkturelle Umfeld in der Automobilindustrie besonders bemerkbar.

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