Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen will die Europäische Zentralbank europäischen Unternehmen unter die Arme greifen

„Whatever it takes“, die legendäre Aussage des ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi im Zuge der Euro-Krise im Jahr 2012 erhält in diesen Tagen eine neue Qualität. Denn alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise auf europäische Unternehmen zu minimieren, hat nun auch die amtierende EZB-Chefin Christine Lagarde angekündigt. Die Maßnahmen im Einzelnen:
  • Im Rahmen des sogenannten „Pandemic Emergency Purchase Programme“, kurz PEPP, will die EZB bis Ende 2020 Unternehmens-, Staats- und Bankanleihen in Höhe von insgesamt 750 Milliarden Euro ankaufen
  • Das Ankaufprogramm soll dazu beitragen, dass alle Wirtschaftssektoren in Europa von besseren Finanzierungsbedingungen profitieren und damit den durch die Ausbreitung des Coronavirusausgelösten konjunkturellen Schock absorbieren können. Dies betrifft gleichermaßen Familien und Firmen sowie Banken und Regierungen.
  • Im Zuge ihrer regulären Ratssitzung hatten die europäischen Währungshüter bereits am 12. März eine Aufstockung der Staats- und Unternehmensanleihekäufe um insgesamt 120 Milliarden Euro bis zum Jahresende angekündigt.
  • Im November 2019 hatte die EZB ihr Programm zum Erwerb von Staats- und Unternehmensanleihen mit einem Volumen von 20 Milliarden Euro monatlich wieder aufgenommen. Dieses sogenannte „Quantitative Easing“ wurde im Euroraum erstmals im Jahr 2015 gestartet und lief nach mehreren Verlängerungen und Ausweitungen zunächst bis Ende Oktober 2019.
  • Mit Hilfe besonders günstiger Langfristkredite wollen die Währungshüter die Banken in der Eurozone ferner dazu bewegen, vor allem kleine und mittelgroße Firmen mit ausreichender Liquidität zu versorgen. 
  • Das Gesamtvolumen der aktuellen Maßnahmen, mit der die EZB in der Coronakrise Unternehmen europaweit unter die Arme greifen will, beläuft sich bis Ende 2020 auf über eine Billion Euro.

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