Gründen in der Krise: Vieles bleibt möglich

10. Mai 2021

Die Pandemie wirkt sich stark auf das Gründungsgeschehen in Deutschland aus. Mit einem angepassten Geschäftsmodell kann die Gründung aber gerade jetzt zum Erfolg werden.

Nach Daten der staatlichen Förderbank KfW setzten im vergangenen Jahr 537.000 Menschen ihre Ideen zur Existenzgründung um. Das waren krisenbedingt gut 11 Prozent weniger als im Vorjahr. 2019 war die Gründungstätigkeit gestiegen und hatte auf ein weiteres Plus im Jahr 2020 hoffen lassen. Doch die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des wirtschaftlichen Lebens machten viele Pläne zunichte.
  • Wie aus einer Vorabauswertung des aktuellen KfW-Gründungsmonitors hervorgeht, haben zahlreiche Gründungsinteressierte in diesem Umfeld den Start in eine Selbständigkeit zunächst auf Eis gelegt. Im Jahr 2020 sanken sowohl die Existenzgründungen im Voll- als auch im Nebenerwerb. Die Zahl der Vollerwerbsgründungen verringerte sich um 12 Prozent auf 201.000.
  • Auch eine bereits im Sommer 2020 vom Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. (DIHK) unter IHK-Gründungsberatern durchgeführte Umfrage zeigte, dass durch die pandemiebedingten Beschränkungen der Geschäftstätigkeit und Nachfrageeinbrüche deutlich weniger Beratungsanfragen bei den Kammern eingingen.
  • Die positive Nachricht: Die schlechtere Lage auf dem Arbeitsmarkt hat den KfW-Angaben zufolge nicht zu mehr Notgründungen geführt. Als Notgründungen werden diejenigen bezeichnet, die sich mangels besserer Erwerbsalternativen selbständig machen. Vielmehr wagten Gründerinnen und Gründer häufiger den Sprung in die Selbständigkeit, um eine sich bietende Geschäftsgelegenheit wahrzunehmen. Der Anteil der sogenannten Chancengründungen stieg der KfW zufolge auf 80 Prozent (2019: 73 Prozent).
     
  • Die von der Förderbank und dem Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam betriebene ‚Gründerplattform‘ verweist unterdessen darauf, dass erfolgreiche Gründungen trotz Krise möglich bleiben. Das Gründerportal rät: Geschäftsmodell überarbeiten und eigenes Produkt oder Dienstleistung an die veränderte Situation anpassen.
  • Kein einfaches Unterfangen, relevante Fragen, die sich Betroffene dabei stellen können, um ihre Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen, sind zum Beispiel: Wie hat sich das Konsumverhalten meiner Zielgruppe durch die Krise verändert? Wie erreiche ich meine Kundschaft unter den veränderten Bedingungen am besten? Ist das Problem, für das ich eine Lösung anbiete, noch immer dasselbe oder hat es sich ebenfalls verändert? 

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