Mittelständler trotz Corona zuversichtlich

Der Mittelstand geht trotz der anhaltenden Pandemie-Krise recht optimistisch ins neue Jahr. Gleichzeitig bleibt die Lage in der deutschen Wirtschaft weiterhin angespannt, zumal einzelne Branchen höchst unterschiedlich von der absehbaren Erholung profitieren werden.

Gemäß einer Unternehmerumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) ist die große Mehrheit der Mittelständler hoffnungsvoll, was die Aussichten für das eigene Unternehmen angeht. Über 70 Prozent schätzen ihre Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten befriedigend oder besser ein.
  • Dennoch wollen dem Verband zufolge nur 25 Prozent der befragten Unternehmer in 2021 ihr Investitionsvolumen steigern. Knapp 40 Prozent geben an, in Summe weniger investieren zu wollen als noch in 2020. Mit Sorge blicken auch reine Familienunternehmen auf das neue Jahr. Nur 46 Prozent halten eine positive Entwicklung ihres Betriebes für wahrscheinlich.
  • Eine Schlüsselrolle werde weiterhin der Bundesregierung beigemessen, die jetzt die Weichen für Investitionen und Wachstum im Jahr 2021 stellen müsse. Millionen Mittelständler und Selbstständige erwarteten bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um wieder Vertrauen fassen zu können.
  • Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer aktuellen Verbandsumfrage ermittelt hat, sprechen 34 von 43 Wirtschaftsverbänden von einer schlechteren Lage als zum Jahreswechsel 2019/2020. Gleichzeitig rechnet aber die Mehrheit für 2021 wieder mit leicht steigenden Produktionszahlen.
  • Ein Boom sei aber bei weitem noch nicht in Sicht. Dem IW zufolge bedeute der hoffnungsvolle Blick auf 2021 für eine ganze Reihe von Branchen noch keine Rückkehr zum Vorkrisenniveau. Die Hoffnungen ruhten vor allem auf dem verarbeitenden Gewerbe. Die Industrie sei das Zugpferd der Konjunkturkrise – vorausgesetzt die Grenzen blieben offen und Lieferketten intakt.
  • Dass nicht alle Wirtschaftsbereiche vom erwarteten Aufschwung profitieren werden, offenbart eine Analyse des Prognos-Instituts. Demnach fällt die Spanne zwischen der schwächsten und der stärksten Branchenentwicklung größer aus als je zuvor.
  • Das kräftigste Wachstum trauen die Experten in diesem Jahr denjenigen Branchen zu, die die Coronakrise besonders hart getroffen hat. Demzufolge könnte das Gastgewerbe seine Wirtschaftsleistung 2021 um 28 Prozent steigern. Auch die Autoindustrie samt Zulieferersektoren dürften bei einer wieder anziehenden Weltkonjunktur zu den größten Wachstumsgewinnern zählen. Bergbau und Mineralölverarbeitung sollten dagegen wegen des deutlichen Strukturwandels in diesen Sektoren weiter schrumpfen.

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