Mit der Übergabe an jüngere Unternehmensnachfolger kann gerade jetzt ein wichtiger Digitalisierungsschub für den zu übergebenen Betrieb einhergehen. Das bringt nicht zuletzt Wettbewerbsvorteile.

In der Krise das eigene Unternehmen in andere Hände übergeben? Dabei hat so mancher erfahrene Unternehmensinhaber kein gutes Gefühl. Doch mit dem Generationenwechsel gelingt die so bedeutsame digitale Transformation mitunter umso leichter.
  • Die Pandemie hat im vergangenen Jahr einen Schub bei der Digitalisierung im deutschen Mittelstand ausgelöst. Bis Januar 2021 hat jedes dritte mittelständische Unternehmen seine Digitalisierungsaktivitäten ausgeweitet, wie der aktuelle KfW-Digitalisierungsbericht Digitalisierungsmaßnahmen waren offenbar ein wichtiges Hilfsmittel, die negativen Auswirkungen der Krise zu bewältigen. Dies zeigt sich nach KfW-Angaben daran, dass vor allem Unternehmen, die spürbar von den Corona-Auswirkungen betroffen sind (41%) und mit einer langen Krisendauer rechnen (39%) ihre Digitalisierungsanstrengungen ausgeweitet haben.
  • Der Digitalisierungsschub ist zudem eine Chance für Unternehmer bzw. ihre Betriebe, die planungsgemäß oder auch aus Notsituationen heraus an einen Nachfolger übergeben werden sollen. Viele mittelständische Firmen sind krisenbedingt bereits digitaler ausgerichtet worden. Wem es gelingt, diesen Schwung aufrechtzuerhalten und seine Transformation weiterhin konsequent umzusetzen, erarbeitet sich klare Vorteile im Wettbewerb, worauf beim DUB Unternehmer-Magazin hingewiesen wird.
  • Demnach sei es gerade jetzt an der Zeit, die totale ‚Digital Readiness‘ ins Unternehmen zu bringen, wozu sich ein Generationenwechsel hervorragend eigne. Hierfür sei zudem ein grundlegender Wandel der Unternehmenskultur nötig, der ein konsequentes ‚digitales Mindset‘ der handelnden Personen erfordere. Dieses ist vordergründig in der jüngeren Unternehmergeneration verankert.
  • Im häufigen Gegensatz zu Altunternehmern ist die Nachfolge-Generation mit digitalen Werkzeugen vertraut. Für sie ist es nicht nur selbstverständlich, mit virtuellen Kommunikationsmitteln zu arbeiten. Sie besitzen auch die Aufgeschlossenheit und den Mut, mit innovativen Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Big-Data-Analytics zu experimentieren.
  • Auch der Einführung moderner Softwarelösungen für Geschäfts- und Produktionsprozesse stehen Jungunternehmer allgemein aufgeschlossen gegenüber. Dem Bericht zufolge ist das Potenzial der Digitalisierung insgesamt enorm. Es reicht von effizienteren Abläufen über neue Vertriebswege bis hin zur Realisierung völlig neuer Geschäftsmodelle, welche den Zugang zu neuen Marktsegmenten eröffnen.

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