Neue Coronahilfe: Eigenkapital-Zuschuss

Unternehmen mit pandemiebedingten Umsatzeinbrüchen können den sogenannten ‚Eigenkapitalzuschuss‘ beantragen.

Besonders von der Corona-Krise belastete Unternehmen greift der Bund jetzt zusätzlich unter die Arme. Nach einer Verlautbarung des Bundeswirtschaftsministeriums können Firmen den Zuschuss mit ihrem Erstantrag auf Überbrückungshilfe III stellen. Unternehmen, die bereits einen Erstantrag gestellt haben, können den neuen Eigenkapitalzuschuss mit einem Änderungsantrag seit Ende April beantragen.
  • Um den Eigenkapitalzuschuss zu erhalten, müssen betroffene Betriebe nachweisen, dass ihr Umsatz zwischen November 2020 und Juni 2021 für mindestens drei Monate um mehr als 50 Prozent geschrumpft ist. Der Zuschuss wird ergänzend zur regulären Überbrückungshilfe III gewährt. Je nach Dauer des deutlichen Umsatzeinbruches werden dann ab dem dritten Monat 25 Prozent, ab dem vierten Monat 35 Prozent und ab dem fünften Monat 40 Prozent der regulären Überbrückungshilfe zusätzlich bezahlt.
  • Beispiel: Ein Unternehmen hat in den Monaten Januar, Februar und März 2021 einen Umsatzeinbruch von 55 Prozent bei monatlichen betrieblichen Fixkosten von 10.000 Euro. Bei einem Antrag auf Überbrückungshilfe III bekommt dieses Unternehmen für die drei Monate eine reguläre Förderung von jeweils 6.000 Euro. Zusätzlich erhält nun das Unternehmen für März den Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 1.500 Euro.
  • Neben dem neuen Eigenkapitalzuschuss wurde die Überbrückungshilfe III noch einmal nachgebessert. So wurde die Fixkostenerstattung für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden auf bis zu 100 (bisher: 90) Prozent erhöht. Außerdem wird die Sonderabschreibung für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler auf Hersteller und Großhändler erweitert.

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