Stiftungen trotzen der Corona-Krise

23. April 2021

Umfrage zeigt: Finanzielle Einbußen halten sich in Grenzen

Stiftungen haben die Corona-Pandemie bislang mehrheitlich gut überstanden. Das zeigt eine Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Demnach hat nur jede fünfte der befragten Stiftungen pandemiebedingt Unterstützung durch nichtstaatliche Akteure benötigt. Staatliche Corona-Finanzhilfen haben lediglich zwei Prozent beantragt. Aufhebung oder Auflösung waren für 90 Prozent noch kein Thema – auch nicht wegen der Corona-Krise.
  • Knapp 60 Prozent der befragten Stiftungen gaben an, dass sich ihre Spendeneinnahmen von März bis Oktober 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nicht verändert haben, bei zehn Prozent sind sie sogar gestiegen. Spendeneinbußen hatten nur 27 Prozent der Stiftungen zu verzeichnen.
  • Auch die Fördermitteleinnahmen sind während der ersten Pandemiewelle bei fast zwei Dritteln der befragten Stiftungen gleichgeblieben. Rund 7 Prozent der Befragten wurden Fördermittel häufiger bewilligt, Kürzungen gab es nur bei 12 Prozent. Die Einnahmen aus der Vermögensverwaltung schätzten 55 Prozent der befragten Stiftungen so hoch wie im Vorjahreszeitraum ein.
  • Der Umfrage zufolge sehen die Stiftungen vielmehr die anhaltend niedrigen Zinsen als eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Weil es immer schwieriger werde, ausreichende Erträge zu erwirtschaften, fordern sie eine zügige Umsetzung der Stiftungsrechtsreform und den Abbau bürokratischer Hindernisse. „Das wäre eine besondere Form der Anerkennung durch die Politik“, sagt Kirsten Hommelhoff, Generalsekretärin des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

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