Stimmungsaufhellung im Deutschen Mittelstand verliert an Tempo

9. September 2020

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt: Anstieg des Geschäftsklima verlangsamt sich

Die bisher kräftige Stimmungserholung der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland nimmt ab. Das zeigt das aktuelle Mittelstandsbarometer von KfW und dem ifo-Institut. Demnach ist das mittelständische Geschäftsklima zwar im August zum vierten Mal in Folge angestiegen, jedoch deutlich weniger dynamisch als in den Monaten davor. „Nachdem das Geschäftsklima ab Mai nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen zunächst mit Rekordsprüngen in die Höhe geschossen war, nimmt das Tempo der Stimmungsverbesserung nun deutlich ab“, kommentiert Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, die aktuellen Ergebnisse.
  • Beim Blick in die Branchen zeigt sich im August der Einzelhandel als Stimmungs-Spitzenreiter in der deutschen Wirtschaft. Er profitiert nicht nur von der temporären Mehrwertsteuersenkung zur Jahresmitte. Auch weitere Maßnahmen, die die private Kaufkraft und damit den Konsum stabilisieren, wie etwa das Kurzarbeitergeld, schlagen sich offenbar positiv nieder.
  • Deutlich optimistischer als der Mittelstand zeigen sich die Großunternehmen. Hier legt die Stimmung weiter zu, und das Geschäftsklima erreicht praktisch wieder das Vorkrisenniveau. Hauptgrund dafür ist die Zuversicht der Großunternehmen, dass sich die kommenden Geschäfte wieder besser entwickeln werden.
  • Sorgenkind bleibt die exportorientierte Industrie. Die Unternehmen müssen sich laut KfW auf zunehmenden nachfrageseitigen Gegenwind einstellen. Bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen rund um den Globus bleibe die Unsicherheit enorm hoch. Das habe Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit von Unternehmen im In- und Ausland. Die auf hochwertige Investitionsgüter spezialisierte deutsche Exportindustrie bekomme dies besonders zu spüren.

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