Der Sachverständigenrat der Bundesregierung geht von einem glimpflicheren Verlauf der Corona-Pandemie für die deutsche Wirtschaft aus als bisher.

Ungeachtet des Teil-Lockdowns im November wird der Konjunktureinbruch nach Meinung der sogenannten ‚Wirtschaftsweisen‘ weniger stark ausfallen als in der Großen Finanzkrise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte demnach in diesem Jahr um 5,1 Prozent einbrechen.
  • Die Ökonomen sind laut einem Bericht der Wirtschaftswoche damit zuversichtlicher als die Bundesregierung, die bislang von einem Rückgang des BIP im laufenden Jahr um 5,5 Prozent ausgeht. Die Wirtschaftsweisen stützen ihre optimistischere Einschätzung vor allem auf den zeitnahen Impfbeginn in Deutschland.
  • Dem Artikel zufolge geht das Expertengremium nur von vergleichsweise geringen ökonomischen Folgen durch die Schließungen im Bereich von Gastgewerbe, Kultur und Sport aus. Selbst durch die nochmalige Verschärfung der Maßnahmen im Dezember sei nur mit einem niedrigen zusätzlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen. Wichtig sei vor allem, dass die Industrie weiterarbeiten kann. Allerdings spiele für die exportorientierte deutsche Wirtschaft auch die ökonomische Entwicklung im Ausland eine große Rolle.
  • Wie der Nachrichtensender n-tv berichtet, gehen die Wirtschaftsweisen davon aus, dass der harte Dezember-Lockdown allerdings das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr geringer ausfallen lässt als bisher angenommen. In seinem Jahresgutachten war der Sachverständigenrat von einem Plus von 3,7 Prozent für 2021 ausgegangen.
  • Vor allem das erste Quartal 2021 werde durch die erweiterten Restriktionen etwas schlechter ausfallen. Der weitere wirtschaftliche Verlauf im kommenden Jahr hänge von der Stärke des „Rebound-Effektes“ ab. Wenn die Wirtschaft im zweiten Quartal 2021 ähnlich stark nach vorne kommt wie im dritten Quartal 2020, dürfe man wieder zuversichtlicher sein.

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